Ich stehe gerade vor einer kleinen Entscheidung und wollte mal hören, was ihr so denkt. Mein Golf 7 ist jetzt sechs Jahre alt und läuft eigentlich noch wie eine Eins, aber bei der letzten Inspektion meinte der Werkstattmeister, dass die Bremsflüssigkeit schon ziemlich lange drin ist. Er hat mir eine Bremsenspülung empfohlen. Ich frage mich, ob das bei einem Auto in dem Alter und mit meiner eher gemütlichen Fahrweise wirklich jetzt schon nötig ist, oder ob das vielleicht etwas vorgezogen wurde. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Wartungsintervalle manchmal sehr streng ausgelegt werden.
Ich verstehe deine Vorsicht. Bremsflüssigkeit gehört in regelmäßige Checks, und sechs Jahre sind kein Zeitraum, in dem man die Augen verschließen sollte, auch wenn der Wagen noch gut bremst.
Feuchtigkeit in der Bremsflüssigkeit senkt den Siedepunkt und das kann bei warmer Autobahnfahrt oder starkem Bremsen unangenehm werden. Eine Spülung macht Sinn, wenn der Gehalt deutlich war oder du oft kurze Strecken fährst. Wäre das eher eine Vorsichtsmaßnahme oder reine Routine?
Klingt nach Werksoptimierung statt nach echter Notlage. Manche Werkstätten pushen Inspektionen, doch eine Spülung der Bremsflüssigkeit ohne Messung wirkt oft überzogen.
Vielleicht ist das Thema Wartung einfach eine Frage der Lebensrealität. Bremsflüssigkeit lässt sich nicht ewig im System halten, aber du musst nicht zwingend sofort handeln, nur weil das Alter draufsteht.
In meinem Umfeld haben Leute die Bremsflüssigkeit wechseln lassen, weil sie die Bremsleistung sicherer fühlen wollten, andere haben es gelassen, solange der Druckpunkt passt.
Ich würde erst mal die Messung der Feuchtigkeit prüfen lassen, bevor du eine Spülung in Erwägung ziehst, dann weißt du mehr.