Ich bin gerade wirklich hin- und hergerissen. Seit Wochen schaue ich fast nur noch Serien, die ich schon kenne, anstatt etwas Neues anzufangen. Es ist irgendwie beruhigend, aber ich frage mich, ob ich dadurch etwas verpasse. Letztens habe ich dann doch mal eine neue Serie gestartet, aber nach zwei Folgen wieder abgebrochen und zu meinem alten Liebling zurückgekehrt. Geht es noch jemandem so, dass er in letzter Zeit fast nur noch Comfort-TV schaut?
Ja das kenne ich gut. Wenn man in vertrauten Serienwelten Sicherheit spürt, wirkt das fast wie eine warme Umarmung am Abend.
Vielleicht ist das kein Verpassen, sondern eine Form der Selbstfürsorge. Neue Serien brauchen Kraft, das Gewohnte liefert sofort eine leise Belohnung.
Du schiebst Neues gar nicht weiter fort weil dein Kopf vielleicht erst mal Ruhe will, doch manchmal braucht der Kopf auch neue Blickwinkel um zu wachsen.
Woran willst du eigentlich festmachen dass du etwas verpasst, wenn du dein Lieblingstrio weiterwatchst?
Vielleicht geht es nicht um Verpassen sondern um Genre Gewöhnung und Erwartungen der Leserschaft an Serienkonsumenten.
Man kann ComfortTV als Konzept sehen das mehr mit Stimmung als mit Handlung zu tun hat und es eröffnet dir vielleicht einfach den Raum morgen mutiger zu wählen.