Ich war letzte Woche auf einem Konzert, das mich total umgehauen hat. Die Band hat einfach alles gegeben, aber irgendwie hat mich die Atmosphäre im Publikum auch ein bisschen traurig gemacht. Viele Leute haben fast die ganze Zeit durch ihre Handybildschirme geschaut, anstatt wirklich im Moment zu sein. Ich frage mich, ob das nur mir so geht. Früher war das bei Gigs doch anders, oder?
Ja das kenne ich. Das Konzert hat mich total mitgerissen doch die vielen Handybildschirme haben mir den Moment ein Stück weit entzogen. Es fühlt sich an als stünde die Menge zwischen Lautstärke und Leben. War das bei Konzerten früher wirklich anders?
Vielleicht liegt es am Reiz der Dokumentation die wir ja ständig im Konzert in der Tasche mitführen. Aus soziologischer Sicht verändert sich die Gegenwart und das Publikum wirkt telegrafisch beobachtbar.
Ich glaube ich habe dich zuerst missverstanden du wolltest sagen dass die Band zu sehr auf Technik setzt statt das Publikum zu erreichen. Meinst du damit dass die Leute im Publikum das Licht und die Bildschirme mehr genießen als die Musik?
Was wenn es nicht um das Publikum geht sondern um die Frage was Live bedeuten soll. Vielleicht steht das Ereignis nicht im Vordergrund sondern die Erinnerung daran und wie sie durchs Teilen verändert wird. Das Thema wirkt dann offener und unsicherer als eine klare Antwort.