Ich stehe gerade vor einer Frage, die mich beschäftigt. Seit ich angefangen habe, mein Zuhause zu entrümpeln, fällt mir auf, dass ich immer noch Dinge behalte, die eigentlich nur herumliegen. Es sind oft Geschenke oder Erinnerungsstücke, bei denen ich ein schlechtes Gewissen habe, sie wegzugeben. Ich frage mich, ob andere auch dieses Gefühl kennen, dass Gegenstände eine Art emotionale Schwerkraft entwickeln, die es so schwer macht, sich zu lösen.
Ja das kenne ich. Bei der Entrümpelung spürst du eine emotionale Schwerkraft in den Gegenständen und sie behalten ihren Platz im Raum.
Aus psychologischer Sicht gibt es den Endowment Effekt wir halten Dinge fest weil Besitz ihnen Wert verleiht.
Vielleicht interpretiere ich es falsch doch die Sache könnte heikle Geschichten in den Dingen tragen und beim Weggeben triffst du auf Zukunftsoptionen statt auf Gegenstände.
Skeptisch klingt es irgendwie ja du nennst es eine Schwerkraft doch vielleicht ist es nur Bequemlichkeit und der Wunsch nach Kontrolle.
Was würdest du fühlen wenn du heute loslässt und würdest du dich danach leichter fühlen oder etwas vermissen?
Vielleicht lohnt es sich den Blick neu zu richten man sieht Objekte als Geschichtenrahmen statt Last und man könnte ihnen eine kurze Notiz geben und dann loslassen.
Manchmal bleibt eine Frage offen und das Loslassen wird zu einem längeren Prozess der Selbstklärung statt zu einer Entscheidung die man sofort trifft.