Ich habe in letzter Zeit wieder viel mit Aquarellfarben gearbeitet, aber irgendwie stecke ich fest. Früher habe ich einfach drauflos gemalt, und es hat Spaß gemacht. Jetzt denke ich bei jedem Strich zu viel nach und vergleiche meine Sachen ständig mit dem, was ich online sehe. Das nimmt mir total die Freude. Ich frage mich, ob andere diese Phase auch kennen und wie sie da wieder rauskommen.
Ja das kenne ich gut Beim Aquarell war früher die Leichtigkeit da. Jetzt richtet sich jeder Strich nach der online Welt und die Freude geht flöten. Wenn ich merke wie ich vergleiche atme ich tief durch und lasse den Pinsel einfach gleiten, auch wenn die Farben noch nicht perfekt wirken.
Vielleicht ist es nur eine Lernphase eine Gegenreaktion deines Gehirns das sagt schau mal wie andere es machen statt wie du es selbst fühlst. Es kann helfen das Malen mit Aquarell wieder als Experiment zu sehen ohne richtige Ergebnisse zu suchen
Du interpretierst das was du siehst im Netz als Maßstab. Dabei ist dein versteckter Ruf des Papiers gar nicht der Maßstab, sondern deine Neugier. Jetzt mal ernsthaft loslassen und nur die Tropfen beobachten.
Vielleicht ist Blockade gar kein Hindernis, sondern ein Hinweis dass du deine Wahrnehmung neu justieren darfst. Nicht jedes Bild muss dir gefallen und nicht jeder Strich muss eine Aussage tragen. Vielleicht reicht es schon zu sagen dass es sich gut anfühlt zu fließen.
Ich frage mich ob das alles wirklich ein wichtiger Punkt ist oder ob es dir nur so vorkommt weil du zu viel von anderen erwartest. Wenn mir das passieren würde würde ich erstmal die Ruhepause suchen statt dich zu verurteilen.
Was wenn die Frage selbst zu eng gestellt ist und es eher darum geht zu sehen wie du malen willst Wer hat eigentlich das Sagen beim Pinselduell?