Ich sitze hier und starre auf den leeren Bildschirm, obwohl ich die Deadline für meinen Bericht kenne. Es ist nicht so, dass ich die Arbeit nicht machen will – im Gegenteil, ich habe sogar eine klare Vorstellung, wie er am Ende aussehen soll. Aber irgendwie schaffe ich es einfach nicht, den ersten Satz zu tippen. Stattdessen räume ich lieber meinen Schreibtisch auf oder lese zum dritten Mal die gleiche E-Mail. Diese Art von Aufschiebeverhalten fühlt sich anders an als reine Faulheit. Es ist fast so, als ob mein Gehirn aktiv gegen mich arbeitet, obwohl ich doch eigentlich das Ziel erreichen möchte. Kennt das jemand von euch?
Es klingt wie Prokrastination in einer neuen Form, nicht bloß Faulheit, sondern ein innerer Widerstand der dich vor dem leeren Bildschirm festhält, während du die Deadline kennst.
Vielleicht arbeitet dein Gehirn mit einer Mischung aus Erklärungszwang und Belohnungsversagen. Der Impuls zur Handlung bleibt, aber der Kopf dreht sich stattdessen im Hyperfokus.
Vielleicht ist es kein Teufelskreis, sondern eine stille Entscheidung deines Gehirns, das mit perfektem Timing gegen das Schreiben arbeitet.
Was wäre wenn der leere Bildschirm dir eine Frage stellt statt einer Aufgabe und du statt sofort dem ganzen Bericht kleine Mini Schritte beginnen könntest statt den ganzen Bericht zu schreiben.