Warum fühle ich mich bei aufbauspielen ständig schuldig?
#1
Ich spiele seit Jahren gerne entspannte Aufbauspiele, aber in letzter Zeit fühlt es sich irgendwie anders an. Früher konnte ich stundenlang eine Farm organisieren oder eine kleine Stadt planen, und es war einfach nur beruhigend. Jetzt habe ich ständig dieses seltsame Gefühl, dass ich eigentlich etwas "Produktives" tun müsste, selbst in meiner Freizeit. Es ist, als ob der ganze Sinn von Gaming als reine Entspannung für mich verloren gegangen ist. Geht das noch jemandem so, dass dieses schlechte Gewissen einen einschleicht, sobald man die Spielwelt betritt?
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#2
Ja das kenne ich. Du willst einfach abschalten, doch plötzlich fühlt es sich an als müsste da eine Produktivitätsschicht mitspielen. Dieser Impuls kommt oft aus einer stillen Erwartung von außen. Hattest du solche Momente auch?
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#3
Vielleicht ist es nur eine Art innerer Selbstüberwachung. Dein Hirn interpretiert Freizeit als Gelegenheit zur Leistung und koppelt das an das Aufbauen von Dingen. Das lässt sich beobachten, aber ob es dauerhaft sinnvoll ist, bleibt offen.
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#4
Man könnte es auch falsch lesen. Vielleicht verwechselst du Entschleunigung mit Stillstand. Wenn man die Welt in Felder und Straßen teilt, fühlt sich das Planen an wie ein Test, wer wirklich effizient denkt.
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#5
Was wäre wenn du das Thema neu rahmst und fragst ob Entspannung wirklich eine Pause braucht oder ob sie nur anders wirkt als früher?
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