Ich habe letztens einen Vortrag über meine Forschung gehalten und dabei gemerkt, dass ich fast automatisch in dieses übertrieben positive Framing verfallen bin. Ich habe die potenziellen Anwendungen meiner Grundlagenforschung fast wie eine Verkaufspräsentation dargestellt, obwohl die praktische Relevanz noch Jahre entfernt ist. Jetzt frage ich mich, ob ich damit eigentlich meiner eigenen Arbeit und dem Publikum einen Bärendienst erwiesen habe. Es fühlte sich einfach an, als wäre das der erwartete Ton, um überhaupt Gehör zu finden. Wie geht ihr mit diesem Druck um, eure Arbeit immer als unmittelbar bahnbrechend darstellen zu müssen?

