Warum fühle ich mich unter druck gesetzt, forschung ehrlich zu kommunizieren?
#1
Ich habe letztens einen Vortrag über meine Forschung gehalten und dabei gemerkt, dass ich fast automatisch in dieses übertrieben positive Framing verfallen bin. Ich habe die potenziellen Anwendungen meiner Grundlagenforschung fast wie eine Verkaufspräsentation dargestellt, obwohl die praktische Relevanz noch Jahre entfernt ist. Jetzt frage ich mich, ob ich damit eigentlich meiner eigenen Arbeit und dem Publikum einen Bärendienst erwiesen habe. Es fühlte sich einfach an, als wäre das der erwartete Ton, um überhaupt Gehör zu finden. Wie geht ihr mit diesem Druck um, eure Arbeit immer als unmittelbar bahnbrechend darstellen zu müssen?
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#2
Der Druck immer sofort bahnbrechend zu klingen fühlt sich an wie eine unsichtbare Klammer die beim Sprechen den Mund zu fest zudrückt. Trotzdem ist Framing nur ein Teil der Wahrheit.
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#3
Framing ist ein Werkzeug der Wissenschaftskommunikation doch wer nur auf Glanz setzt verschleiert die echte Komplexität und verliert womöglich das Publikum.
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#4
Vielleicht bedeutet bahnbrechend oft nur neue Perspektiven statt sofortige Nutzbarkeit Gilt das eigentlich wirklich so?
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#5
Was wäre wenn der Fokus weniger auf der sofortigen Wirkung liegt sondern auf einem Prozess Narrativ das die Reise sichtbar macht statt klare Endpunkte zu liefern
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