Ich sitze hier eigentlich schon seit einer Stunde an meinem Schreibtisch und starre auf den Bildschirm, aber ich kriege einfach nichts Sinnvolles zu Papier. Mein Kopf fühlt sich an wie Watte. Dabei war der Morgen noch okay, aber nach dem dritten Meeting heute, in dem wieder nur neue, widersprüchliche Prioritäten reingekommen sind, war es einfach vorbei mit meiner Konzentration. Ich frage mich, ob das anderen auch so geht – dieses Gefühl, dass der Arbeitstag einen einfach nur noch überrollt, ohne dass man wirklich etwas geschafft hat. Irgendwie fehlt mir da eine klare Grenze.
Das klingt hart und ehrlich gesagt trifft es viele mit dir. Der Kopf fühlt sich wie Watte an und der Tag prescht voran mit widersprüchlichen Prioritäten. Du bist nicht allein mit diesem Gefühl und es ist okay zu sagen dass es zu viel ist.
Vielleicht ist es kein persönliches Versagen sondern ein kognitiver Mechanismus. Zu viele Meetings bedeuten häufiger Wechsel der Aufgaben und dadurch verliert man die Spur. Dadurch sinkt die Konzentration und der Eindruck von Sinnverlust wächst. Eine einfache Struktur zu definieren wie heute Prioritäten gesetzt werden könnte helfen.
Du könntest es Missverstehen als ob es an dir liegt deine Willenskraft zu bündeln. Vielleicht liegt es aber eher an der Raumdynamik oder an einem schlechten Tag. Man könnte denken der Wille ist schwach aber in Wirklichkeit wirken externe Muster die dich belasten.
Warum soll es eine klare Grenze geben wenn Arbeit sich verschiebt und der Fluss der Aufgaben nie stillsteht. Vielleicht ist der Gedanke an Grenzen der falsche Rahmen und stattdessen könnte man den Rhythmus der Arbeit neu betrachten. Wer bestimmt eigentlich die Regeln?