Ich sitze gerade über meinen Übungsaufgaben zur Analysis und grüble über etwas, das mir letzte Woche in der Vorlesung nicht ganz klar wurde. Der Professor hat diesen Schritt mit der Grenzwertbildung für eine bestimmte Folge gemacht, und irgendwie fühlt es sich an, als ob da eine Annahme drinsteckt, die nicht ganz offensichtlich ist. Ich kann den formalen Beweis nachvollziehen, aber mein Gefühl sträubt sich dagegen. Hat jemand von euch auch mal so ein komisches Bauchgefühl bei einem scheinbar klaren Beweis gehabt?
Ja das Bauchgefühl kenne ich gut, wenn der Beweis sauber aussieht aber irgendwo ein Zögern bleibt und man spürt dass etwas nicht ganz passt.
Es könnte sein dass die Grenzwertbildung eine Annahme versteckt die man zu locker als gegeben hinnimmt und erst durch eine genauere Begründung sichtbar wird.
Manchmal lese ich den Schritt so dass man eine Folge ohne zu zeigen wie sie entsteht einfach voraussetzt und das nervt mich eher als die eigentliche Idee.
Ich bleibe skeptisch weil der Eindruck der Überzeugung in dem Moment entsteht ohne dass alle Randfälle klar sind.
Was wenn die Prämisse gar nicht gilt für alle Folgen sondern nur in einem engen Rahmen und deshalb der Beleg fragwürdig ist?
Mir fällt auch ein wie man das Thema Grenzwertbildung neu rahmen könnte als Gedankenspiel statt als fertigen Beleg und dabei öffnet sich vielleicht eine andere Sichtweise