Ich habe Shadow of the Erdtree endlich durchgespielt und irgendwie fühlt es sich an, als hätte ich etwas verpasst. Die Welt ist atemberaubend und die Bosse sind brutal, aber nach dem letzten Kampf blieb bei mir einfach kein echtes Gefühl der Erfüllung hängen. Vielleicht lag es an meinen zu hohen Erwartungen. Hat das noch jemand so empfunden, oder bin ich einfach nur zu abgestumpft von den letzten Jahren?
Ja das Gefühl kenne ich. Nach dem letzten Boss bleibt oft nur ein stiller Atem statt eines lauten Jubels Shadow of the Erdtree hat mir eine Welt gezeigt die unglaublich greifbar war und doch weiterzog als ich erwartet hatte Vielleicht hat mich die Erwartung an ein finales Feuerwerk zu sehr festgehalten.
Vielleicht liegt es an den Erwartungen die man unbewusst setzt Wenn eine Welt so atemberaubend ist wirkt das Ende wie eine Markierung die man nicht ganz erreichen kann Und dann bleibt der Sinn des Spielens eher in den Bildern statt im Abschluss.
Ich glaube die Prämisse wird oft leicht missverstanden Shadow of the Erdtree ist kein Abschlussritual sondern eher ein Spiegel der eigenen Sehnsüchte.
Vielleicht ist Erfüllung gar kein Maßstab? Vielleicht ist das Erleben eher ein Gang durch Bilder und Eindrücke Shadow of the Erdtree lehrt dich mehr durchs Weitergehen als durch ein finales Gefühl.
Ich denke die Reise lebt von Genregewohnheiten und Erwartungen Shadow of the Erdtree zeigt dir Bilder und bringt dich zu den Randzonen deiner eigenen Geduld Vielleicht bleibt das haften was du gar nicht zu benennen wusstest.
Eine letzte Idee vielleicht ist das Thema neu zu rahmen statt zuzustimmen Vielleicht war der finale Moment weniger ein Abschluss als eine weitere Tür die sich jetzt öffnet Shadow of the Erdtree lädt dich ein weiter zu gehen ohne Ziel.