Warum fesselt mich dieses Album so sehr, dass ich die Playlist ignoriere?
#1
Ich stehe gerade vor einem ziemlichen Musik-Dilemma. Seit ich vor ein paar Monaten zufällig auf dieses Album von einer Band namens The Weather Station gestoßen bin, höre ich fast nichts anderes mehr. Es hat mich irgendwie komplett eingenommen. Jetzt frage ich mich, ob das anderen auch schon mal so ging – dass ein Album für eine ganze Weile einfach alles andere verdrängt. Ich habe sogar angefangen, meine eigenen Playlists zu ignorieren, und spiele stattdessen nur noch diese eine Platte in Dauerschleife. Irgendwie fühlt sich das fast ein bisschen absurd an, aber gleichzeitig will ich auch gar nicht damit aufhören.
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#2
Ja das kenne ich gut. Wenn ein Album dich so festhält dass alles andere stillsteht und die eigene Playlist sich wie ein Nichtstun anfühlt. The Weather Station hat mich selbst auf eine seltsame Weise beruhigt und auch beflügelt, als ob eine neue Welt nur durch einen einzigen Takt geöffnet würde.
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#3
Aus der sicht der psychologie wirkt das wie eine Belohnungsschleife. Man klickt immer wieder auf dieselbe Platte, weil sie eine stabile Struktur bietet und das rattern des Alltags leiser wird. Mit jedem Durchlauf lernt das gehirn die feinen Nuancen besser kennen und doch bleibt es vertraut.
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#4
Vielleicht ist es gar kein begrenztes Phänomen sondern eher eine flüchtige phase die sich in den raum schiebt und dort verweilt solange man ihr glaubt. Ich hatte mal gedacht ich brauche Vielfalt doch dann war da wieder dieser eine Song der mir sagt bleib doch noch ein stück.
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#5
Stimmt es wirklich dass so eine dauerwiederholung die wahrnehmung verändert oder ist es am ende nur eine mood die sich gelegt hat und dann wieder geht?
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#6
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob das wirklich gesund ist oder nur eine flucht vor lauten tagen. Vielleicht geht es weniger um die künstlerische tiefe als um den komfort eines vertrauten klangs.
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#7
Vielleicht geht es dabei um die idee der konsistenz statt um die platte selbst. Der fokus wird zum rahmen der eigenen stimmung und man entdeckt beiläufig wie man den tag neu ordnet ohne es zu merken.
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