Ich war letzte Woche bei einer Familienfeier und habe mich mit meinem Onkel über seine Arbeit unterhalten. Er meinte, er hätte in den letzten Jahren immer mehr das Gefühl, dass seine eigentlichen Aufgaben zu kurz kommen, weil er ständig mit bürokratischen Hürden kämpfen muss. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil ich in meinem eigenen Job ähnliches spüre. Irgendwie frisst dieses ganze Drumherum die Energie auf, die man eigentlich in die Sache selbst stecken möchte. Kennt das jemand von euch? Dass man das Gefühl hat, man muss erst zehn andere Dinge erledigen, bevor man überhaupt zu dem kommt, wofür man eigentlich angetreten ist?
Ja das kenne ich gut, dieses Gefühl dass die eigentliche Arbeit hinter dem ganzen Papier verschwindet und am Ende bleibt nur Erschöpfung
Aus Sicht der Arbeitsorganisation ist das oft ein Konflikt zwischen Zweck und Prozess wenn die Bürokratie den direkten Output überschatten will
Vielleicht hat er das Wort Bürokratie im Sinn und meint eher sinnlose Freigaben als echte Aufgaben
Vielleicht ist das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Aufwand kein echtes Problem sondern ein Hinweis darauf welche Werte im Job wirklich zählen
Ich bin skeptisch ob das bürokratieproblem wirklich so groß ist oder ob es eher eine Erzählung ist die sich besser anfühlt als greifbar
Manchmal hilft es klein zu beginnen und zu schauen welcher Schritt wirklich zählt statt sofort alles auf einmal zu wollen
Gibt es hier jemanden der das anders sieht oder eine überraschende Perspektive zu bürokratie im Job hat?