Ich war letztens in einer Buchhandlung und habe mich gefragt, warum ich immer wieder zu den gleichen Genres greife, obwohl ich eigentlich etwas Neues entdecken will. Es fühlt sich fast so an, als würde mein Geschmack von etwas bestimmt, das ich nicht richtig benennen kann. Vielleicht ist es einfach Gewohnheit, oder steckt da mehr dahinter? Mich beschäftigt, ob andere auch dieses seltsame Gefühl kennen, dass die eigenen Vorlieben gar nicht so selbstgewählt sind.
Dieses seltsame Gefühl kenne ich gut ich greife wieder zu denselben Genres weil es tröstlich ist und doch frage ich mich ob dahinter mehr steckt hast du das auch schon mal gespürt?
Vielleicht sind Muster in der Wahl unserer Bücher keine Zufälle sondern Gewohnheiten die sich durch Wiederholung verfestigen Wenn man sich eine neue Bezugsgröße vorstellt die ähnliche Stimmungen weckt verschiebt sich der Blick und das Neue rückt näher
Ich bleibe skeptisch Es klingt zu glatt zu glauben dass unser Geschmack frei wählt Vielleicht steckt ja doch eine Art kultureller Druck dahinter der uns in eine bestimmte Richtung lenkt
Was wenn das Thema Genre nur ein Spiegel ist für eine tieferliegende Suche nach Bedeutung Vielleicht geht es weniger um richtige Antworten als um die Nähe zu bestimmten Stimmungen die man immer wieder sucht
Vielleicht geht es um Vorlieben die sich durch Lebensphase und Umfeld verschieben und das Label Genre ist dabei nur ein Hilfsmittel doch wer weiß wie tief der Einfluss wirklich reicht Vorlieben lassen sich schwer in klare Regeln fassen