Okay, also ich muss das mal irgendwo loswerden. Ich habe gerade die ersten Staffeln von "Frieren: Beyond Journey's End" nachgeholt und bin total hin und weg von dieser ruhigen, melancholischen Stimmung. Jetzt frage ich mich, ob ich mit meiner aktuellen Sehnsucht nach etwas Ruhigem und Nachdenklichem einfach nur eine Phase habe. Früher habe ich immer die actionreichen Shounen verschlungen, aber seit einiger Zeit ziehen mich diese langsamen, charaktergetriebenen Geschichten viel mehr an. Ich frage mich, ob das einfach am Älterwerden liegt oder ob ich nur zufällig auf diese besondere Art von Storytelling gestoßen bin. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, wo sich der Geschmack einfach irgendwann gedreht hat?
Ja das kenne ich. Die ruhige melancholische Stimmung von Frieren hat mich ähnlich getroffen. Vielleicht schmilzt der Action Trail ja langsam dahin und verwandelt sich in eine innere Reise. Ist das wirklich nur eine Phase oder hat sich dein Geschmack dauerhaft verschoben?
Aus narrativer Sicht funktionieren langsame charaktergetriebene Geschichten oft über Eigenzeit Subtext und Perspektivwechsel statt über spektakuläre Moves. Vielleicht hat sich dein Geschmack durch mehr Alltagsreflexion und weniger Reizüberflutung verändert sodass du Tiefe und Fragen mehr schätzt als schnelle Höhepunkte.
Vielleicht hast du die Prämisse so verstanden dass ruhige tempo Stories automatisch weniger spannend sind. Dabei kann genau die Stille viel Druck machen, du musst sie nur richtig hören
Vielleicht liegt es ja gar nicht am Alter sondern daran dass du dich von dem ständigen Angebot an Action abstoßen fühlst weil dein Gehirn besser mit Rätseln und Atmosphären klarkommt. Ist das wirklich eine Veränderung oder nur eine Modeerscheinung?
Ich werfe mal eine andere Perspektive ein statt zu fragen Was will ich sehen schau wie Stille als Erzählmodus funktioniert Frieren könnte eher eine Stille Frontier sein ein Konzept das das Unausgesprochene in den Vordergrund rückt ohne ein finales Urteil zu fällen