Ich sitze hier und denke über die letzten Jahre nach, wie sich meine politische Haltung eigentlich verändert hat. Früher war ich viel überzeugter von klaren Linien, heute finde ich, dass viele Probleme vielschichtiger sind, als ich dachte. Manchmal frage ich mich, ob das einfach nur ein normaler Reifeprozess ist oder ob ich damals etwas Wesentliches übersehen habe. Diese Entwicklung hat mich selbst überrascht.
Ich spüre diese Entwicklung auch stark und bin überrascht wie sehr sich meine Haltung verändert hat. Früher brauchte ich klare Linien heute wirken viele Probleme vielschichtiger und schwer zu greifen. Das nervt manchmal doch es öffnet auch neue Blickwinkel.
Aus der Sicht der Psychologie könnte es sich um eine kognitive Anpassung handeln. Wenn neue Erfahrungen auftauchen ordnen wir sie in andere Muster ein statt in die alten. Politik erscheint dadurch weniger eindeutig und viel mehr verhandelbar.
Vielleicht verstehe ich die Sache falsch und sehe in der Veränderung eine Art Verlegenheit statt echte Einsicht. Man könnte meinen ich suche immer noch nach einfachen Erklärungen obwohl ich mich nur an Details festhalte statt an einer Linie.
Oder ist die Vorstellung von Reife vielleicht nur eine Geschichte die wir uns erzählen um mit Veränderungen umzugehen?