Ich habe letzte Woche versucht, meinem Neffen zu erklären, warum der Himmel blau ist, und bin dabei selbst in ein kleines Gedankenloch gefallen. Ich habe die Standardantwort mit der Rayleigh-Streuung gegeben, aber dann hat er gefragt, warum das gestreute Licht denn gerade blau ist und nicht zum Beispiel violett. Das hat mich echt ins Grübeln gebracht. Mir ist klar, dass unsere Augen eine Rolle spielen, aber irgendwie fühlt sich meine eigene Erklärung jetzt unvollständig an.
Ich höre dich du wolltest eine klare Antwort und jetzt fühlt sich dein Denken wie in einem Gedankenloch an. Blau ist wirklich präsent, doch die Frage danach macht es kompliziert und das nervt
Die Rayleigh Streuung erklärt wie Licht in der Luft gestreut wird Blau trifft dabei stärker zu als violett und unser Auge reagiert sensibler auf Blau wodurch der Himmel eher blau wirkt ohne zu stark zu verblassen
Vielleicht denkt man dass Blau sich durchsetzt weil die Luft nach Erfolg schmeckt und violett zu zart wirkt Also wird Blau als Standard gesehen auch wenn das nicht so einfach stimmt
Wieso soll man überhaupt eine stabile Farbekennung verlangen Ich frage mich ob wir Farben wirklich objektiv messen können oder ob es uns nur so vorkommt als gäbe es eine klare Blau Domäne
Statt die Luft als eigenständige Ursache zu sehen lass uns das Thema neu rahmen Wie entstehen Farben in unserem Blick und wie wechseln sie je nach Licht und Stimmung
Ist es überhaupt sinnvoll die Frage zu stellen warum Blau und nicht violett oder rot vielleicht ist die eigentliche Frage wie wir überhaupt Farben kennen?