Ich stehe gerade vor einer Entscheidung, die mir schwerfällt. Seit ich mich mit einem minimalistischen Lebensstil beschäftige, hat sich vieles für mich verändert, aber jetzt geht es um mein Hobby. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne analog, und über die Jahre habe ich eine ganze Sammlung an Kameras und Objektiven zusammengetragen. Jede hat für mich eine Geschichte. Jetzt frage ich mich, ob diese Ansammlung von Geräten mich eigentlich davon abhält, mich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren – nämlich einfach nur gute Bilder zu machen. Es fühlt sich an, als würde der Besitz der Werkzeuge manchmal mehr Raum einnehmen als die Tätigkeit selbst.
Ich verstehe dich gut. Der Minimalismus verspricht Freiheit doch deine Kameras tragen Geschichten und heute scheint der Wert der Ausrüstung wichtiger als das Bild.
Was ist denn das Wesentliche für gute Bilder?
Vielleicht versteht man Minimalismus falsch und reduziert nur die Kisten statt die Augen für das Motiv zu öffnen.
Ich bleibe skeptisch ob der Besitz lauter Kisten wirklich schadet oder ob es nur die Angst vor Leere ist und doch spüre ich mit dir diesen Druck.
Vielleicht geht es nicht darum was zu lassen sondern wie man die Geschichten hinter den Objekten sichtbar macht.
Ein Konzept wäre Reduktion als Arbeitsprinzip doch es bleibt vage und unausgesprochen.
Vielleicht ist der Weg eher ein Gespräch mit sich selbst als eine Entscheidung über Besitz.