Ich stehe gerade wirklich an einem Punkt, an dem ich nicht weiterweiß. Vor einem Jahr habe ich mit zwei Freunden eine kleine Software-Agentur gegründet, und wir haben uns auf ein recht spezielles Nischenthema konzentriert. Die ersten Monate waren hart, aber dann schien es langsam bergauf zu gehen. Jetzt haben wir plötzlich die Möglichkeit, ein größeres, aber themenfremdes Projekt anzunehmen, das unsere Finanzen für das ganze Jahr sichern würde. Das fühlt sich wie ein echter Wendepunkt an, aber ich frage mich, ob wir damit unsere ursprüngliche Vision und unsere Glaubwürdigkeit in der Nische aufs Spiel setzen. Wie geht man mit so einer Entscheidung um, ohne das Gefühl zu haben, sich selbst zu verraten?
Es fühlt sich an wie eine Entscheidung gegen die eigene Seele der Firma die Nische hat uns geprägt und jetzt der Blick auf Cashflow wirkt verführerisch und bedrohlich zugleich.
Analytisch gesehen geht es darum zu prüfen welche Werte wir verlieren welche wir gewinnen Welche Auswirkungen hat das auf unsere Nische und auf die Glaubwürdigkeit die wir seit einem Jahr aufgebaut haben.
Vielleicht ist unser Widerstand gegen das neue Projekt eher eine Angst vor Verzettelung statt echter Klarheit Wir sollten prüfen wie viel Raum uns die Nische überhaupt lässt.
Ihr glaubt das größere Projekt ist eine Tür zur Nische doch vielleicht geht es eher um Teamgefühl und das ist eine falsche Fährte.
Vielleicht lohnt es sich die Frage neu zu rahmen Ambidextrie nennt man die Fähigkeit zugleich stabil die Nische zu bedienen und neue Möglichkeiten zu erkunden.
Wie würde sich eure Glaubwürdigkeit verändern wenn ihr das neue Projekt transparent kommuniziert und die Nische dabei sichtbar behaltet?