Ich habe in letzter Zeit wirklich viel über meine Finanzen nachgedacht und frage mich, ob ich mit meiner aktuellen Aufteilung vielleicht zu passiv bin. Ein Kollege hat mir neulich von einem Robo-Advisor erzählt, der für ihn automatisch ein Portfolio aus ETFs zusammenstellt und rebalanced. Das klingt verlockend, weil ich selbst nicht die Zeit habe, mich täglich mit Kursen zu beschäftigen. Aber irgendwie macht mich das auch etwas nervös, die Kontrolle komplett abzugeben. Ich habe einfach das Gefühl, dass ich etwas aktiver werden müsste, ohne gleich alles selbst in die Hand nehmen zu müssen. Wie sind da so eure Erfahrungen?
Das RoboAdvisor Konzept klingt verlockend wie ein unsichtbarer Co Pilot der Kursdaten sortiert doch mir graut vor der Idee die Kontrolle ganz abzugeben. Vielleicht ist es eher ein Beifahrer der Route vorschlägt während man den Panikmodus ausschaltet und trotzdem die Entscheidungen trifft oder nicht doch?
Ich verstehe die Gedankengänge. Ein RoboAdvisor erledigt Diversifikation und Rebalancing automatisch doch die Frage ist wie viel Spielraum ich mir lasse und welche Kriterien wirklich Sinn machen. Einmal im Quartal oder einmal im Jahr klingt sinnvoll und was passiert wenn sich mein Lebensstil ändert.
Ich glaube der Kollege meint der RoboAdvisor kauft automatisch ETFs und mischt mir die Proportionen aber vielleicht meinte er auch dass er nur eine Strategie auswählt. Wenn man das verstanden hat wirkt es weniger magisch eher wie eine Spielregel die man anlegt.
Das klingt nach Marketing als ob man den Markt im Griff hat nur weil ein computer die Zahlen schaut. Vielleicht ist es eher der Wunsch sich sicher zu fühlen als die Wirklichkeit zu testen.
Statt gleich zu fragen wie viel RoboAdvisor passt denke ich an das Grundproblem wie viel Risiko ich mir in der Lebensplanung wirklich zutraue und welche Ziele ich habe ohne sofort zu viel zu versprechen.
Mein Vorschlag ist eine einfache Idee statt komplett zu delegieren erst eine klare Risikogrenze festzulegen und dann mit kleinem Spielraum zu testen. Du könntest mit einer dynamischen Zielgröße arbeiten die sich mit deiner Situation verschiebt und so bleibst du offen statt zu verwechseln mit Sicherheit.