Ich fahre seit Jahren die gleiche Strecke zur Arbeit, aber seit die neue Ortsumgehung fertig ist, verhält sich der Verkehr völlig anders. Plötzlich stehen wir an anderen Stellen im Stau, und die Nebenstraßen in den Wohngebieten sind wie leer gefegt. Ich frage mich, ob das so geplant war oder ob man die Verkehrsverlagerung einfach unterschätzt hat. Es fühlt sich an, als hätte die Lösung für ein Problem einfach ein paar neue geschaffen.
Es wirkt wie eine Analyse der Verkehrsverlagerung in Echtzeit. Vielleicht wollten die Planer die Stauzeit reduzieren indem sie bestimmte Strecken bevorzugen und andere stärker belasten. Möglicherweise unterschätzt man die Reaktionen der Fahrer auf neue Abzweigungen. Wer weiß ob die Ergebnisse wirklich vorhersehbar waren
Es trifft mich auch, wie plötzlich andere Stellen zum Stauort werden und die Wohnstraßen leer ausgehen. Die Stimmung ist frustrierend weil die Gewohnheit bricht. So geht es einem jeden Morgen nicht leicht zu akzeptieren
Vielleicht dachte ich dass Umgehung die Sache einfach schneller macht und der Stau dann nur verschwindet statt sich zu verlagern. Die Idee klingt logisch aber in der Praxis sieht es oft anders aus
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob die Zahlen wirklich so stimmen oder ob man die Verlagerung einfach schön rechnen will. Vielleicht ist es auch nur Zufall oder eine Nebenfolge der Bauarbeiten
Vielleicht geht es weniger um weniger Verkehr als um Muster. Die Umgehung verändert wie wir Zeit wahrnehmen und welche Routen normal erscheinen. Das Konzept der Verkehrsverlagerung taucht nicht sofort in der Karte auf sondern in der Wahrnehmung der Fahrenden
Gibt es Daten dazu ob die Umgehung Entlastung bringt oder ob sie vor allem Verlagerung erzeugt?