Ich stehe gerade echt etwas neben mir und muss das mal irgendwo loswerden. Mein bester Freund und ich haben uns früher fast jeden Tag gesehen oder zumindest geschrieben, aber seit er vor einem Jahr Vater geworden ist, hat sich das komplett verändert. Ich freue mich natürlich wahnsinnig für ihn, aber manchmal fühlt es sich an, als hätte ich ihn verloren. Wir schaffen es vielleicht noch alle paar Wochen auf einen Kaffee, und selbst dann ist das Gespräch oft oberflächlicher. Ich vermisse diese tiefen, spontanen Gespräche und das Gefühl, wirklich Priorität im Leben des anderen zu haben. Ich frage mich, ob das einfach der normale Lauf der Dinge ist, wenn Lebensphasen so auseinanderdriften, oder ob ich etwas falsch mache, weil mich das so mitnimmt.
Das klingt echt hart ich verstehe wie sich Nähe verschiebt wenn dein Freund Vater wird und du dich ausgeschlossen fühlst obwohl ihr doch noch verbunden seid.
Vielleicht ist es einfach eine Phase in der sich Lebensrollen verschieben und die Zeit knapper wird dadurch klingen Gespräche oft oberflächlicher doch das bedeutet nicht dass ihr euch entfreundet.
Ich glaube du erwartest dass er deine Priorität teilst aber vielleicht braucht er einfach mehr Raum mit seiner Familie und das hat nichts mit dir zu tun.
Ich bleibe skeptisch vielleicht ist es einfach so dass menschen sich auf neuen Wegen weiterentwickeln und nicht jeder Kontakt bleibt wie er war auch die Freundschaft verändert sich.
Vielleicht geht es weniger um Kontrolle über die Zeit sondern darum zu prüfen wie Nähe sich neu definieren lässt und was ihr beide wirklich braucht statt wieder an den alten Gesprächen zu knacken.
Eine denkbare Idee ist Qualitätszeit statt Quantität sie meint bewusste gemeinsame momente auch wenn das tempo anders ist und vielleicht bleibt so Platz für die Freundschaft.