Ich stecke gerade in meinem zweiten Mastersemester und merke, wie sich bei mir eine Art seltsame Lethargie breitmacht. Während des Bachelors war ich noch voller Elan, aber jetzt fällt es mir schwer, überhaupt die Motivation für die einfachsten Seminararbeiten aufzubringen. Es fühlt sich nicht nach Burnout an, sondern eher, als ob der ganze Unibetrieb plötzlich sehr weit weg und bedeutungslos wirkt. Hat das noch jemand so erlebt, besonders wenn man eigentlich immer wusste, dass man in die Forschung will?
Ja das kenne ich aus eigener Erfahrung. Diese plötzliche Lethargie wenn die Uni wie weit weg wirkt und die Motivation schwer zu fassen ist.
Aus psychologischer Sicht kann so eine Phase eine normale Reifung sein bei der du neu prüfst was wirklich Sinn macht und wo deine Motivation herkommt.
Vielleicht verwechselst du Motivation mit sofortiger Bestätigung und rechnest mit einem Funkenflug statt mit einer leisen Taktung.
Meinst du wirklich dass du in der Forschung falsch bist wenn gerade alles schwer läuft oder ist es eher eine Phase der Orientierung?
Vielleicht geht es nicht darum Motivation zu finden sondern darum zu erkennen welche Erwartungen dich belasten und welche du wirklich tragen willst.
Vielleicht ergibt sich aus der Pause auch eine neue Richtung Forschung oder eine andere Herangehensweise die weniger Druck macht