Ich bin gerade bei Staffel vier von The Crown und irgendwie fühlt es sich an, als ob die Luft raus ist. Die ersten drei Staffeln haben mich komplett gefesselt, aber jetzt wirken die Konflikte so konstruiert. Vielleicht liegt es daran, dass die Handlung in eine Zeit vordringt, die ich selbst noch bewusst miterlebt habe. Hat jemand ähnliches durchgemacht, als die Serie die 80er Jahre erreicht hat?
Ja das kenne ich gut. Nach drei starken Staffeln wirkt Staffel 4 plötzlich etwas luftleer. The Crown hat die Figuren so scharf gezeichnet dass die neue Dynamik sich seltsam kraftlos anfühlt.
Vielleicht liegt es daran dass die Serie in einen Zeitraum rückt den viele Zuschauer noch bewusst erlebt haben. Die Konflikte wirken weniger dramaturgisch getrieben und eher wie eine Chronik der Gegenwart.
Vielleicht versteht man die 80er Jahre eher als Mode und Diplomatie statt als Familiendrama und deswegen wirkt es aufdringlich chaotisch.
Glaube ich wirklich dass die Serie sich verschluckt hat oder ist das nur meine Erwartung die größer wird je näher wir der Gegenwart kommen?
Eine andere Perspektive wäre das Thema als Form zu sehen statt als Geschichte der Königsfamilie. Der Fokus liegt vielleicht auf Inszenierung statt auf Erkenntnissen.
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob der Reiz der Serie nicht einfach eine starke Gewohnheit ist die sich wiederholt.