Ich sitze gerade in der Uni-Bibliothek und schaue auf die vielen Gesichter um mich herum. Eigentlich müsste ich lernen, aber ich frage mich, wie viele von uns wirklich hier sind, weil sie etwas bewegen wollen – und wie viele einfach nur den Weg gehen, den man von ihnen erwartet. Mir kommt das Gefühl, dass wir in einem System groß geworden sind, das uns oft als zukünftige Arbeitskräfte sieht, statt als Menschen mit eigenen Ideen. Manchmal frage ich mich, ob diese ganze akademische Maschinerie am Ende nicht doch hauptsächlich dazu dient, den Status quo zu reproduzieren.
Hier in der Bibliothek spüre ich eine stille Frage: Wer von uns will wirklich etwas bewegen? Vielleicht steckt die Maschinerie der Uni dahinter, die uns zu zukünftigen Arbeitskräften macht, statt zu eigenständigen Denkern.
Aus analytischer Sicht wirkt der Campus wie eine Maschinerie, die Erwartungen produziert und Ressourcen verteilt, damit der Status quo weiter läuft.
Vielleicht denken manche, du willst einfach mehr Kaffeezeiten, statt zu erkennen, dass es um den Sinn von Lernen in einem System geht.
Ich bleibe skeptisch, ob sich etwas Grundlegendes ändern lässt, solange institutionell festgelegt wird, was Normalität bedeutet.
Vielleicht geht es nicht nur um Bildung als Abschluss, sondern um Begegnungen, die andere Werte sichtbar machen und die nicht in Prüfungslisten passen.
Vielleicht nennt man das Phänomen Hypernormalität in Bildungssystemen, eine Logik, die so tut, als sei alles okay, auch wenn niemand wirklich danach fragt.