Ich stecke gerade in einem Projekt fest, wo ich eigentlich nur einen einfachen Übergang zwischen zwei Szenen brauchte, aber jetzt habe ich mich total in die Idee verrannt, eine ganze mikroskopische Welt dazwischen zu zeigen. Es fühlt sich an, als würde ich für eine Sekunde Bildmaterial einen völligen Overkill produzieren. Irgendwie will ich diese winzige Welt aber nicht mehr missen, obwohl sie thematisch fast zu viel ist. Kennt das jemand, dieses Gefühl, dass ein kleines Detail plötzlich die ganze Aufmerksamkeit aufsaugt?
Dieses winzige Detail reißt dich mit wie ein kleiner Sturm. Der Übergang wird zum Moment in dem der Film wirklich zu leben beginnt, und diese mikroskopische Welt zieht die Aufmerksamkeit wie von selbst an sich.
Klar ist es Overkill doch der Eindruck bleibt kleben weil Rhythmus und Fokus zusammenarbeiten. Langsamkeit kostet nichts aber zu viel Mikrowelt macht die Geschwindigkeit kaputt und dein Übergang leidet.
Ich frage mich ob das wirklich gebraucht wird oder ob du am Thema vorbeiarbeitest. Muss der Übergang so aufgeblasen sein um dieselbe Wirkung zu erzielen?
Vielleicht ist die mikroskopische Welt kein Detail sondern ein Denkrahmen der Szene. Man könnte sie als Metapher lesen statt als visuelles Addon und so den Blick auf das Verhältnis von Oberfläche und Tiefe lenken.
Ich hab verstanden du wolltest nur eine Brücke zwischen zwei Szenen aber was du findest ist eine eigenständige Mikrowelt die alles überdeckt