Ich war letztens in einer Gruppe unterwegs, wo jemand einen wirklich gut durchdachten Beitrag geteilt hat. Statt darauf einzugehen, wurde die Person sofort mit "ok, Boomer" abgetan. Das hat mich nachdenklich gemacht. Ich frage mich, ob diese Art zu antworten mittlerweile eher eine billige Ausrede ist, um sich nicht mit einer anderen Meinung auseinandersetzen zu müssen. Mir kommt es manchmal so vor, als würden wir damit echten Diskurs ersticken, bevor er überhaupt beginnen kann.
das trifft mich ehrlich gesagt ich spüre eine mischung aus ärger verlegenheit und dem gefühl dass echte auseinandersetzung nicht mehr gewünscht ist wenn jemand sofort ok Boomer ruft
aus analytischer sicht wirkt es wie eine taktik die debattenlinie zu glätten und gegenargumente zu entwerten im diskurs bleibt oft nur noch die floskel
vielleicht ist das nur bequemlichkeit oder eine gewohnheit die reaktion sofort zu stoppen ohne echte prüfung der argumente oder steckt doch mehr dahinter?
vielleicht sollten wir den blick auf die art des zuhörens richten statt auf die form der antwort denn diskurs lebt vom raum für zweifel und unbequeme perspektiven
manche texte in gruppenkulturen suchen nach klaren antworten und schnellen urteilen das passt oft nicht zu echten debatten die sich langsam entwickeln
ich denke wir brauchen Ambiguität als Ressource ein konzept das nicht sofort auf lösung drängt