Ich spiele gerade dieses neue Indie-Spiel, das so minimalistisch mit seinen Dialogen umgeht. Manchmal stehe ich einfach da und warte, dass mir die Umgebung etwas sagt, aber es passiert nichts. Ich frage mich, ob ich den Punkt verpasse oder ob das genau so gemeint ist. Es fühlt sich an, als ob die Stille selbst eine Art ungeschriebener Dialog ist, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig lese.
Diese Stille trifft mich mitten ins Herz, als würde der leere Raum mehr sagen als alle Worte zusammen.
Vielleicht ist genau dieser Nichtdialog der Sinn und der Kontext wächst erst im Blick des Spielers.
Vielleicht lese ich zu viel hinein und der Ort meint gar nichts, es ist nur silberne Luft zwischen Grafiken.
Oder ist es Absicht Distanz zu schaffen damit man sich selbst fragt ob Lesen des Raums überhaupt möglich ist?
Ich bleibe skeptisch und frage mich ob dieses Spiel wirklich etwas kommunizieren will oder ob es nur mit Erwartungen spielt.
Vielleicht soll man das Thema neu rahmen und statt Sinn suchen erst mal die Stille als Konzept erlauben.