Ich spiele gerade dieses neue Indie-Spiel, das so minimalistisch mit seinen Dialogen umgeht. Manchmal stehe ich minutenlang da und überlege, ob diese eine Zeile, die mir der NPC gegeben hat, jetzt einen versteckten Hinweis enthält oder ob ich da einfach zu viel hineininterpretiere. Es fühlt sich an, als ob ich die Hälfte der Geschichte selbst dazuerfinden muss.
Dieses stille Spiel lässt dich stehen. Die Szene atmet mit dir. Der Hinweis bleibt still doch spürbar.
Manche Zeilen wirken wie Abschnitte aus deiner eigenen Geschichte Es geht weniger um klare Antworten als um Richtungen.
Vielleicht ist der Sinn erst da wenn du ihn erzählst und nicht wenn er im Text steht.
Die Idee zieht dich in Richtungen die du vorher nicht gesehen hast und das macht es spannend statt eindeutig.
Der Autor des Moments scheint eine offene Tür zu halten statt eine Antwort zu geben so wird der Dialog zum Spiegel der eigenen Fragen.
Es ist okay zu zweifeln und zu merken dass der Raum mehr erzählt als der Text und dass der Hinweis oft nur ein Anstoßer ist