Was bedeuten wurzeln in einer gesellschaft voller flüchtiger lebensentwürfe?
#1
Ich sitze hier und denke über meinen letzten Besuch bei meinen Großeltern nach. Sie leben noch in dem Haus, in dem mein Vater aufgewachsen ist, und alles fühlt sich so beständig an. Gleichzeitig sehe ich, wie meine Freunde und ich alle in diese flüchtigen Jobs und Wohnsituationen gedrängt werden, wo nichts wirklich von Dauer ist. Ich frage mich, ob diese Art von Wurzeln für eine Gesellschaft überhaupt noch möglich ist, oder ob wir uns einfach an eine permanente Provisorium einrichten müssen. Mir fehlt irgendwie ein Gefühl für Kontinuität.
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#2
Es klingt wie ein Atemzug aus gestern und heute zugleich. In dem Haus, in dem dein Vater aufgewachsen ist, führt dich die Stille manchmal weiter zurück als deine Schritte es tun. Was macht solche Wurzeln heute noch greifbar?
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#3
Vielleicht ist Kontinuität kein fester Ort sondern ein Muster im Wandel. Wenn Häuser weiter wohnen als wir, dann liegt der Sinn eher darin wie Erinnerungen weiterwandern und neue Rituale entstehen statt bleiben.
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#4
Du schaust auf das Haus und hörst wie die Wände Geschichten wiederholen doch vielleicht hast du das Gefühl von Wurzeln falsch verstanden es geht mehr ums Anpassen als ums Festhalten?
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#5
Vielleicht wirkt alles wie Provisorium doch was wenn Provisorien eigene Formen von Kontinuität schaffen und damit der Gedanke an unverrückbare Wurzeln nur eine Erzählung ist die wir weitertragen.
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