Ich stehe gerade vor einer Frage, die mich beschäftigt. Seit ich angefangen habe, mein Zuhause zu entrümpeln, fühlt es sich an, als würde ich nicht nur Gegenstände, sondern auch eine Art innere Last loswerden. Aber jetzt, wo die Regale leerer sind, fällt mir auf, wie viel Zeit und mentale Energie ich früher in die Pflege und Organisation all dieser Dinge gesteckt habe. Manchmal frage ich mich, ob dieser ganze Prozess des Ausmistens am Ende einfach nur eine andere Form der Beschäftigungstherapie ist, oder ob da wirklich eine nachhaltige Veränderung dahintersteckt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Punkt erreicht habe, an dem es mehr um Wesentliches geht.
Ich merke beim Entrümpeln wie die Last mit Luft rauskommt und zugleich neue Fragen aufsteigen. Es fühlt sich an wie eine Therapie die mir beweist dass weniger auch mehr sein kann. Ob das wirklich dauerhaft wirkt bleibt offen und ich kann nur beobachten wie sich mein Tag verändert
Aus dieser Perspektive betrachtet zeigt sich dass der Aufwand im Raum oft eine Entlastung in der Psyche bedeutet doch erst wenn die Strukturen halten bewegt sich der Sinn von innen nach außen. Vielleicht ist es weniger dauerhafte Veränderung als fortlaufende Verdunstung von Gewohnheiten und Minimalismus wirkt als Idee die mehr fragt als sie erklärt
Für mich geht es beim Ausmisten zuerst um Ordnung in der Wohnung doch ich frage mich ob das wirklich dich verändert oder nur deine Umgebung anders aussehen lässt?
Was wenn der Druck nur ein Bild von Fortschritt ist und das weglassen der Dinge gar nichts Wesentliches verändert sondern eine neue Art von Routine erzeugt die sich immer wieder neu findet