Ich habe letztens mit einem Freund gesprochen, der meinte, dass er sich in seinem Freundeskreis immer mehr als der einzige sieht, der noch keine Kinder hat. Das hat mich nachdenklich gemacht, weil es mir ähnlich geht, nur andersherum. Bei uns im Bekanntenkreis scheint sich gerade alles um die Familienplanung zu drehen, und ich frage mich, ob das nur eine Phase ist oder ob sich da wirklich ein gesellschaftlicher Wandel vollzieht. Mir kommt es so vor, als würde der Druck, sich für einen Lebensentwurf zu entscheiden, immer größer, obwohl es doch eigentlich mehr Optionen geben sollte als je zuvor.
Ich spüre den Druck manchmal auch obwohl ich kein Kind will. Es fühlt sich an als ob alle um mich herum eine Uhr hätten.
Vielleicht gibt es eine gesellschaftliche Verschiebung hin zu offenen Lebensentwürfen und die Diskussion um Familienplanung bleibt individuell.
Ich glaube der Trend geht nicht dahin dass weniger Paare Kinder wollen sondern dass mehr Optionen sichtbar werden und das verwirrend ist.
Oder ist das nur eine Phase in der sich Freundeskreise auf das Thema fokussieren und dann wieder lockerer werden?
Ich bleibe skeptisch ob der Druck von außen wirklich die inneren Werte lenkt oder ob es nur eine Mode ist.
Vielleicht hilft es das Thema neu zu rahmen es geht um Lebensentwürfe und nicht um richtig oder falsch.
Es gibt das Konzept der Lebensentwürfe das mehr umfasst als Kinder oder Karriere und sich wandeln kann.