Ich war letzte Woche mit Freunden essen und wir haben uns darüber unterhalten, wie viele Dinge man heute einfach nicht mehr besitzen muss. Alles läuft über Abos oder man mietet es für den Moment. Irgendwie finde ich das praktisch, aber gleichzeitig fühlt es sich seltsam leer an. Besitzt ihr eigentlich noch etwas richtig? Bei mir ist es fast nur noch mein altes Fahrrad, das mir wirklich gehört. Manchmal frage ich mich, ob das für andere auch so ein komisches Gefühl ist, oder ob ich mich einfach zu sehr an Besitz klampere.
Es fühlt sich seltsam an Besitz zu haben, obwohl heute vieles nur gemietet wird. Mein altes Fahrrad gehört mir wirklich, und doch frage ich mich, ob das nur eine Ausnahme ist oder eine Grundregel.
Aus analytischer Sicht geht es darum wie stark Dinge unseren Alltag strukturieren. Wenn ich Verträge kündige und statt Kauf nutze bleibe ich flexibel, doch die eigene Besitzgeschichte gibt mir eine Orientierung.
Vielleicht missverstehe ich die Debatte, aber statt Besitz denke ich eher an Verfügbarkeit von Momenten, die bleiben würden, wenn man Dinge nicht besitzt.
Stellt sich die Frage ob Besitz wirklich Sicherheit gibt oder ob es nur eine kulturelle Gewohnheit ist?
Manchmal klingt es bequem zum Mieten, doch ich zweifle ob das wirklich Freiheit bedeutet. Wer sorgt dafür dass etwas bleibt, wenn man es nicht besitzt?
Vielleicht geht es um Zeit statt Besitz und darum wie Erzählungen über Privatsphäre entstehen. Der Gedanke dass Lebenszeit der eigentliche Besitz ist eröffnet eine neue Perspektive