Ich stehe gerade wirklich vor einem Problem mit meinem Sohn. Er ist in der siebten Klasse und hat seit diesem Schuljahr fast nur noch digitale Aufgaben. Das klingt ja erstmal modern, aber ich habe das Gefühl, er klickt sich nur noch durch. Letztens meinte er, er müsse für Geografie eine "Lernlandkarte" erstellen, und das war dann nur das Ausfüllen von vorgefertigten Textfeldern in einer App. Irgendwie fehlt da der Moment, wo er wirklich etwas begreift. Macht ihr ähnliche Erfahrungen mit dieser Art zu lernen? Ich frage mich, ob das bei allen so ankommt oder ob es ihm vielleicht einfach nicht liegt.
Ja das kenne ich. Wenn Lernaufgaben nur aus Klicken bestehen bleibt das eigentliche Verstehen oft aus. Vielleicht fehlt der Augenblick in dem dein Sohn merkt wie eine Lernlandkarte Grenzen und Muster zusammenführt.
Aus pädagogischer Sicht kann eine Lernlandkarte sinnvoll sein doch die Form bestimmt das Lernen. Wenn vorgefertigte Felder nur ausfüllen statt erkunden bedeuten Lernprozesse eine stille Ergebnissuche.
Vielleicht hat er die Aufgabe falsch verstanden und denkt es geht nur ums Abschreiben statt um echtes Verstehen. Dadurch gleitet seine Motivation in einen Fluss aus Klicks statt Denkprozesse.
Wäre es sinnvoll die Lernlandkarte mal analog zu bearbeiten und gemeinsam zu schauen wie die Begriffe entstehen?