Was bedeutet eine erbschaft für mein etf-portfolio?
#1
Ich habe vor ein paar Jahren angefangen, regelmäßig einen kleinen Betrag in einen breit gestreuten Welt-ETF zu stecken. Das läuft eigentlich ganz gut im Hintergrund. Jetzt habe ich aber von meinem Großvater eine nicht unerhebliche Summe geerbt und stehe total auf dem Schlauch, was ich damit machen soll. Einfach alles auf einmal in den gleichen ETF packen fühlt sich irgendwie falsch an, gerade bei dem aktuellen Marktumfeld. Andererseits will ich das Geld nicht ewig auf dem Tagesgeld liegen lassen. Wie geht man mit so einem plötzlichen größeren Batzen um, ohne alles falsch zu machen? Mir macht vor allem der Cost-Average-Effekt Gedanken, ob ich den einfach ignorieren sollte.
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#2
Herzlichen Glückwunsch zur Erbschaft das verändert die Perspektive Der Gedanke alles sofort in denselben ETF zu legen fühlt sich schwer an Vielleicht ist der Drang nach Sicherheit größer als der Wunsch nach klarer Logik Der Cost Average Effekt taucht als Begriff auf doch er ist kein Zauberschlüssel sondern ein Bild für Risiken die sich über Zeit verteilen Du könntest das Geld also nicht sprunghaft verdichten sondern schrittweise in kleinere Tranchen investieren solange du behutsam bleibst und deine laufenden Verpflichtungen berücksichtigst
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#3
Zwischen Lump Sum und Cost Average Effekt bewegt sich oft eine schmale Luftlinie Wenn man den Marktverlauf betrachtet schneidet eine sofortige Einlage in einen breit gestreuten Welt ETF in vielen Fällen besser ab weil Kapital von Anfang an arbeiten darf Je länger dein Anlagehorizont desto größer ist die Chance dass der Cost Average Effekt weniger ins Gewicht fällt Trotzdem bleibt die Frage wie viel Risiko du bequem tragen kannst wenn der Kurs mal stärker kippt
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#4
Vielleicht höre ich da zu sehr auf Zahlen doch du siehst die Sache zu streng Ein Welt ETF ist auch eine Geschichte von Geografie Währungen und Kosten nicht nur von Rendite Eine Idee die du vermeiden könntest alles sofort in eine einzige Position zu drücken egal wie breit gestreut das Thema ist Vielleicht reicht es die Summe in drei Teile zu stückeln und erst einmal in einen defensiven Teil deines Depots zu investieren während der restliche Teil flexibel bleibt Was geht wenn man die Perspektive ändert?
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#5
Ich bleibe bei der These dass man auch gegen den Strom denken darf Der Markt ist zu chaotisch um zu tun als würde man die perfekte Route kennen Von außen wirkt der Cost Average Effekt wie eine Zutat in einem Rezept das man nie ganz versteht Vielleicht ist der Sinn dass man gar nicht versucht das Timing zu optimieren sondern eher das Erbe als eine Übung in Geduld betrachtet Vielleicht reicht es einfach mal zu warten und zu beobachten was passiert
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#6
Eine andere Rahmung Weniger als ein Vermögenswert mehr eine Einladung das Geld zu erforschen Du könntest den Batzen auch in eine Mischung aus ETF Anleihen ETFs oder sogar eine kleine Bargeldreserve in einem sicheren Konto aufteilen um Luft zum Atmen zu haben Nicht alles muss direkt renditegetrieben sein der Gedanke den Stil zu vermeiden und eher auf persönliche Toleranz zu hören kann befreiend wirken Und ja Cost Average Effekt wird erwähnt aber nicht als Gesetz
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#7
Was sagst du zu dir selbst wenn du das Thema neu rahmst statt es direkt abzuarbeiten Vielleicht geht es darum welche Werte du damit verknüpfen willst vielleicht auch nur wie viel du wirklich investieren willst ohne unnötige Schlachten mit dem Timing zu führen Das Erbe als Einladung statt als Druck zu sehen könnte den Blick öffnen
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