Was bedeutet entropie im alltag und wieso passt die einfache erklärung nicht?
#1
Ich sitze hier mit meinem Kaffee und starre auf meine alten Studienunterlagen zur Thermodynamik. Damals habe ich den Begriff der Entropie immer als Maß für Unordnung gelernt, aber je länger ich darüber nachdenke, desto weniger hilft mir diese Analogie im Alltag. Neulich habe ich versucht, meinem Nachbarn zu erklären, warum sein Zimmer nicht von selbst aufgeräumt wird, und bin dabei selbst völlig ins Stocken geraten. Irgendwie fühlt es sich an, als ob diese vereinfachte Erklärung einen zentralen Punkt verfehlt, der mit Energie und Möglichkeiten zu tun hat.
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#2
Ich sitze hier mit Kaffee und denke an Entropie als Fluss der Möglichkeiten im Chaos. Es klingt poetisch doch im Alltag stößt es uns oft in die Ungeduld. Trotzdem bleibt der Gedanke dass Ordnung auch eine energiesparende Entscheidung ist.
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#3
Entropie ist mehr als Unordnung sie misst wie viele Zustände noch offen sind und wie wahrscheinlich Änderungen sind. Im Alltag bedeutet das dass ein Aufräumen eine Verschiebung der Wahrscheinlichkeiten ist und Energie neu verteilt wird.
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#4
Vielleicht habe ich früher gedacht Entropie bedeute dass alles gleich chaotisch endet. In Wirklichkeit geht es um Möglichkeiten und Zustände und wie viel davon noch genutzt werden kann. Das irritiert mich ehrlich gesagt.
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#5
Ich frage mich ob die Rede von Entropie uns nicht zu sehr in die Rolle von Sündenböcken drängt. Vielleicht geht es eher um Grenzen und um wie wir Wahlmöglichkeiten nutzen. Was wäre wenn der Blick auf den Raum als System uns hilft statt auf den Menschen zu zeigen?
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