Ich habe letzte Woche mit meinem Sohn gesprochen, der jetzt in der siebten Klasse ist. Er meinte, dass in seiner Klasse fast jeder nur noch in seiner eigenen kleinen Blase aus Apps und Algorithmen unterwegs ist, selbst wenn sie nebeneinander sitzen. Das hat mich daran erinnert, wie wir früher nach der Schule einfach draußen rumgehangen haben, ohne diesen ständigen digitalen Filter. Manchmal frage ich mich, ob diese Entwicklung unumkehrbar ist und was das für das soziale Gefüge bedeutet, wenn die nächste Generation so aufwächst. Ich finde das irgendwie beunruhigend, aber vielleicht sehe ich das auch zu eng.
Ich verstehe deine Beunruhigung. Die digitale Blase macht mir Sorgen weil Nähe und spontane Begegnung schwerer wirken. Vielleicht ist es normal dass sich die Klasse in Apps verzieht doch das echte Draußen fehlt manchmal. Die Frage bleibt offen und ich glaube es lohnt beobachtet zu bleiben.
Aus der Sicht von Lernsoziologie betrachtet verstärken sich Gruppenstrukturen innerhalb von Medienwelten. Die Klasse formt eine digitale Blase das verändert wie gesprochen wird Wer zuhört meldet sich weniger oft und wer sich zurückzieht bleibt außen vor. Das hat Auswirkungen auf Lernprozesse und soziale Kompetenzen. Am Ende bleibt die Frage offen ob das nur Bequemlichkeit ist oder ob tieferliegende Mechanismen wirken?