Ich habe mich letzte Woche bei einer Familienfeier gefragt, ob ich mit meiner kleinen Tochter auf dem Arm eigentlich zu oft und zu gründlich die Hände desinfiziere. Sie greift ja dann direkt wieder alles an und steckt die Hände in den Mund. Irgendwie fühlt es sich falsch an, diese chemische Schicht auf ihren Händen zu wissen, auch wenn ich nur das sanfte Zeug ohne Alkohol nehme. Andererseits hatte mein Neffe gerade eine Magen-Darm-Geschichte und ich wollte einfach kein Risiko eingehen. Jetzt bin ich unsicher, ob ich damit vielleicht mehr kaputt mache als nutze.
Es fühlt sich komisch an, diese chemische Schicht auf den kleinen Händen zu wissen, vor allem weil sie danach sofort wieder alles anfasst und in den Mund nimmt. Ist es wirklich nötig, ständig zu desinfizieren?
Aus hygienischer Sicht ist Händewaschen mit Wasser und Seife oft ausreichend und sanft zur Haut; Desinfektion reduziert Keime schneller, kann aber die Haut reizbar machen, besonders bei Kindern. Milde Formeln und Pausen dazwischen könnten sinnvoll sein.
Vielleicht verwechselst du Desinfektion damit, die Bewegung deines Kindes zu kontrollieren; dabei geht es eigentlich um Schutz, nicht um Perfektion.
Ich bleibe skeptisch: Zu viel Desinfektion kann mehr verhindern, als sie hilft, und irgendwann spürt man eine falsche Sicherheit.
Was, wenn wir den Fokus mehr auf Vertrauen legen statt auf Regeln: Wie ihr gemeinsam Risiken einschätzt und wie du mit Unsicherheit umgehst, statt sofort zu handeln?
Manchmal reicht es, öfter zu waschen, Spielzeug zu putzen und einfach im Moment zu reden, statt dauernd die Hände zu desinfizieren.