Ich bin seit ein paar Monaten in Therapie und es läuft eigentlich gut. Aber manchmal, wenn ich danach nach Hause komme, fühle ich mich seltsam leer und abgespannt, fast so, als müsste ich mich erst wieder sammeln. Kennt das jemand? Ich frage mich, ob das einfach Teil der Verarbeitung ist oder ob ich etwas anders machen sollte.
Ja das kenne ich. Nach der Sitzung spürt man oft eine kurze Leere, als ob man wieder in den Alltag hinein treten muss und das Gewohnte noch nicht greifbar ist. Die Therapie wirkt, aber der Nachhall braucht Zeit.
Vielleicht ist es der Nachklang emotionaler Arbeit in der Therapie. Dein Gehirn sortiert Eindrücke und deine Gefühle setzen sich langsam zusammen, das kann sich leer anfühlen aber auch sinnvoll sein.
Vielleicht fragst du dich ob du etwas falsch machst. Dabei könnte es einfach eine Art Unterbrechung des Gedankengangs sein bevor eine neue Einsicht kommt.
Ich bleibe skeptisch. Manchmal klingt es nach Therapie als wäre alles erledigt doch die Realität ist chaotischer, vielleicht ist es nur Müdigkeit oder ein Frischeffekt.
Vielleicht ist der eigene Blick nach der Sitzung wie ein Neustart der inneren Karte. Leere kann auch eine Pause sein bevor sich neue Wege zeigen.
Ein Konzept wie Verarbeitungsspanne könnte auftauchen ohne es vollständig zu erklären. Es bleibt offener Raum für Fragen und Vermutungen statt einer klaren Lösung.