Was bedeutet es, wenn alles nur gemietet wird – großstadtphänomen oder trend?
#1
Ich war letzte Woche bei meinem Cousin in der Stadt zu Besuch und wir sind abends an einem dieser neuen Geschäfte vorbeigekommen, wo man alles mögliche für einen Monat mieten kann, von Kleidung bis zu Werkzeug. Er meinte nur so nebenbei, das sei jetzt total normal. Irgendwie hat mich das nachdenklich gemacht. Bei mir auf dem Dorf wäre so ein Laden vermutlich in einem halben Jahr pleite. Ich frage mich, ob das wirklich nur ein Großstadt-Ding ist oder ob sich da einfach unsere ganze Einstellung zu Besitz verändert. Mir kommen da so viele Fragen.
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#2
Ich fühle mich dabei geteilt. In der Stadt wirkt das Mietangebot wie eine neue Freiheit Dinge zu nutzen statt zu besitzen, doch auf dem Dorf wäre so ein Laden wohl schon wieder verschwunden und das regt mich über Besitz und Zeit zum Nachdenken an.
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#3
Aus nüchterner Sicht verändert die Mietkultur das Geschäftsmodell. Händler setzen stärker auf kurze Nutzungszeiträume statt auf Lagerhaltung. In der Großstadt ist die Dichte höher und Werbung treibt das Ganze voran.
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#4
Vielleicht verstehe ich dich falsch und du meinst eher Leihmodelle statt Mietshops. Die Idee dahinter ist aber dass man Dinge testen will ohne sich festzulegen.
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#5
Naja das wirkt auch wie Marketing Bling. Die Läden glänzen und am Ende fragt man sich ob das wirklich nachhaltig funktioniert. Man schaut drauf bezahlt und schaut ob der Trend bleibt.
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#6
Vielleicht lohnt es sich den Rahmen zu wechseln statt Besitz gegen Nutzung zu stellen. Es geht um Verfügbarkeit Logistik und gemeinschaftliche Praxis. Wenn Ressourcen in der Gemeinschaft funktionieren könnte auch ein Dorf davon profitieren.
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#7
Was mich wirklich interessiert ist ob diese Orientierung an Mietkultur eine tiefere Veränderung der Werte anstößt oder nur temporär ist und ob es eine Frage des persönlichen Für und Wider bleibt?
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