Ich spiele jetzt seit ein paar Monaten regelmäßig in einer festen Gruppe und merke, wie sich langsam eine Art Rangordnung bildet. Es gibt einen Spieler, der immer die taktischen Anrufe übernimmt, fast automatisch. Ich frage mich, ob das einfach so passiert, weil er vielleicht die meiste Erfahrung hat, oder ob wir anderen uns da unbewusst zurückhalten. Manchmal möchte ich auch mal eine andere Strategie vorschlagen, traue mich aber nicht wirklich, weil die Dynamik jetzt schon so eingespielt ist. Das fühlt sich irgendwie seltsam an.
Das fühlt sich echt an. Wenn einer die taktischen Anrufe fast automatisch macht spürt man eine Rangordnung auch wenn keiner das offen hört. Vielleicht liegt es an der Erfahrung oder daran dass niemand riskieren will neue Ideen vorzubringen.
Aus Sicht der Gruppendynamik lassen sich Muster erkennen. Wer viel spricht knüpft Kontrolle, wer öfter zuhört bleibt eher zurück. Vielleicht helfen euch einfache Rituale oder eine Runde ohne den bisherigen Ansprecher, um neue Ideen zu testen.
Vielleicht interpretiere ich die lage falsch aber es klingt als würdet ihr euch eine feste Hierarchie wünschen. Vielleicht ist es gar nicht eine Rangordnung sondern nur der Wunsch nach Sicherheit wenn jeder im Hintergrund wartet bis der andere spricht.
Es klingt als würdet ihr eine klare rolle erwarten. Vielleicht ist der drang des einen einfach der nerv von routinen. Soll man den status quo schützen oder mutig neue Ideen zulassen?
Vielleicht geht es nicht darum seinen Platz zu verteidigen sondern zu verstehen was das Spiel für euch bedeutet. Vielleicht solltet ihr den Fokus verschieben von Wer redet zu was ihr gemeinsam erreichen wollt. Ein anderer Blickwinkel könnte euch eine neue Idee geben.