Ich habe in den letzten Monaten wirklich viel aussortiert und fühle mich eigentlich auch viel leichter. Aber seit mein Arbeitszimmer fast leer ist, fällt mir auf, dass ich ständig die gleiche alte Holzkiste von meinem Großvater hin und her schiebe. Sie ist nicht besonders schön oder nützlich, aber jedes Mal, wenn ich sie in die Hand nehme, um sie endlich wegzubringen, packt mich so ein seltsames Gefühl. Irgendwie hält mich dieser eine Gegenstand davon ab, wirklich anzukommen.
Die Kiste deines Großvaters wirkt wie eine leise Erinnerung die lauter ruft wenn das Arbeitszimmer leer wird.
Vielleicht dient sie als Ankerpunkt der dich vor dem Ankommen schützt bis du bereit bist wirklich loszulassen.
Vielleicht missverstehst du die Kiste als Ballast und zugleich als Brücke zu Geschichten die sonst verloren gehen.
Es klingt hart aber ein solcher Gegenstand ist oft nur Projektion und doch bleibt er schwer wie Bedenken die man nicht benennen will.
Vielleicht kannst du die Kiste neu rahmen als Lernobjekt das dir zeigt wie Loslassen sich anfühlt ohne den Blick in die Vergangenheit zu verlieren.
Das wirkt wie eine Szene aus einem stillen Drama in der niemand den letzten Schritt wagt.