Ich habe letzte Woche einen Vortrag über die neuesten Entwicklungen in der Quantenbiologie gehört und bin seitdem irgendwie hin- und hergerissen. Der Redner meinte, dass wir vielleicht die falschen Metaphern verwenden, um diese Prozesse zu beschreiben, und dass es mehr mit Resonanz und Informationsaustausch zu tun haben könnte als mit den mechanischen Bildern, die ich immer im Kopf hatte. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht, weil ich in meinem eigenen Bereich oft auf ähnliche konzeptionelle Grenzen stoße. Ich frage mich, ob jemand anderes schon mal so einen Moment hatte, wo ein ganzes Forschungsfeld plötzlich seltsam ungreifbar wirkte.
Ja das kenne ich gut der Moment in dem die Bilder auseinanderfallen und man plötzlich ganz empfindlich spürt wie fragil unser Verständnis ist und man doch weiter hören will in der Quantenbiologie.
In der Quantenbiologie erscheint das Feld eher als Netz aus Wechselwirkungen Resonanzen und Informationsaustausch statt als feste mechanische Bilder an die man gewohnt ist.
Vielleicht hat der Redner die Sache zu ernst genommen und man denkt sofort an abstrakte Muster statt an konkrete Experimente die man durchführen könnte.
Sollte man die Fragestellung vielleicht anders drehen und fragen ob Resonanz wirklich der Kern ist oder ob wir eine ganz andere Sprache brauchen?
Ich bleibe skeptisch weil Begriffe wie Informationsaustausch oft nach leichter Esoterik klingen und die Praxis sich schwer in kontrollierte Tests übertragen lässt.
Statt zu suchen wie eine Maschine funktioniert könnte man das Thema neu rahmen als ein kooperatives Netzwerk von Messprozessen das sich selbst formt und in dem das Beobachten Teil der Dynamik wird.