Manchmal frage ich mich, ob wir mit unserem kleinen Bauernhof wirklich noch richtig liegen. Letztes Jahr haben wir den Schritt gewagt und auf eine solidarische Landwirtschaft umgestellt. Jetzt stehe ich jede Woche vor der Kiste mit dem Ernteanteil und denke darüber nach, ob das, was wir anbauen, auch wirklich das ist, was die Menschen hier brauchen und wollen. Es fühlt sich an, als würden wir im Dunkeln tappen, obwohl die Idee so klar schien.
Manchmal fühlt es sich wie ein Sprung ins Dunkel an, obwohl die solidarische Landwirtschaft klar schien.
Vielleicht hilft es, in der Kiste den Bedarf abzulesen und zu prüfen welche Sorten wirklich gebraucht werden statt nur zu ernten.
Vielleicht denkt ihr zu sehr an das was die Menschen wollen und vergesst dabei dass der Boden und das Klima auch eine Sprache sprechen.
Stimmt die Grundannahme dass wir die Bedürfnisse der Gemeinschaft wirklich treffen oder ist das eher eine Projektion?
Ich bleibe skeptisch ob wir mit jeder neuen Entscheidung die Balance besser treffen oder ob wir uns damit nur weiter verstricken.
Vielleicht sollten wir die Perspektive wechseln und das Thema neu rahmen auch wenn das irritiert und keiner die Antwort sofort kennt.