Ich sitze hier gerade über meinem alten Labortagebuch aus dem Grundpraktikum und grüble über eine Sache nach. Wir haben damals diese klassische Reaktion zwischen Zink und Salzsäure durchgeführt, und ich habe mir damals akribisch notiert, dass die Gasentwicklung deutlich lebhafter war, als ich sie aus der Schule in Erinnerung hatte. Mein Betreuer meinte nur lapidar, dass die Reinheit des Metalls einen riesigen Unterschied macht. Jetzt, Jahre später, frage ich mich, ob da nicht noch mehr hintersteckt – ob nicht vielleicht die spezifische Oberfläche des Zinks einen viel größeren Einfluss hatte, als mir damals klar war. Ich kann diese eine Beobachtung einfach nicht ganz abhaken.
Das Erinnern daran fühlt sich rau an wie Funkenflug im Labor und das Gas kam so lebhaft wie ein kleines Feuerwerk.
Vielleicht hat die spezifische Oberfläche des Zinks eine größere Rolle gespielt als erwartet weil mehr Kontaktfläche pro Gramm vorhanden war.
Vielleicht habe ich damals nur auf die Reinheit geachtet und nicht gemerkt dass Temperatur und Aufbau die Gasmenge stärker beeinflussen.
Das klingt für mich zunächst nach Ausrede aber ich bleibe skeptisch und frage mich wie sicher solche Beobachtungen wirklich sind.
Man könnte das Thema breiter fassen und fragen wie Reaktivität von Zink in Säure sich ändert wenn man die Oberflächeneigenschaften verändert.
Gibt es wirklich eine einfache Ursache oder versteckt sich dahinter ein komplexeres Zusammenspiel?