Ich bin in einer ziemlich evangelikalen Gemeinde aufgewachsen, und dieses ganze Konzept der "Erweckung" war immer der Höhepunkt jedes Gottesdienstes. Jetzt, wo ich seit ein paar Jahren nicht mehr aktiv hingehe, fehlt mir manchmal diese Intensität, aber gleichzeitig frage ich mich, ob das, was ich damals gefühlt habe, wirklich mehr war als Gruppendynamik und Emotion. Ich kann nicht richtig einordnen, was da eigentlich mit mir passiert ist.
Es klingt wie ein vermisstes Echo aus den Tagen der Erweckung. Die Intensität war vielleicht echt spürbar, und doch bleibt die Frage, ob es mehr war als Gemeinschaftsgefühl.
Vielleicht war es ein Zusammenspiel aus Erwartung, Musik und Gruppenbestätigung. Solche Muster sind gut erforscht und erklären, warum die Stimmung plötzlich kippt.
Vielleicht habe ich dich falsch verstanden und du suchst nach einer Technik die Beziehung zu Gott neu zu spannen statt nach einem Sondermoment.
Ist es vielleicht doch Gruppendruck statt echter Erweckung?
Vielleicht reicht es schon aus sich gehört zu fühlen und den Moment zu benennen als Erweckung auch wenn er klein ist.
Ein Gedanke der bleibt ist dass kognitive oder soziale Prozesse eine Rolle spielen doch ich lasse das als Idee offen.