Ich habe letztens wieder meinen alten GameCube angeschlossen und bin mal durch meine Sammlung gegangen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich bei vielen Spielen einfach nicht mehr weiß, ob ich sie als Kind wirklich durchgespielt oder nur angefangen habe. Besonders bei "Eternal Darkness" habe ich diese seltsame, fast schon unheimliche Erinnerung an die Sanity-Effekte, aber ich kann mich nicht mehr an das Ende erinnern. Das fühlt sich an, als hätte mir jemand einen Teil meiner eigenen Vergangenheit gelöscht. Geht das nur mir so mit alten Spielen?
Das Gefühl kenn ich: Alte Spiele werfen Schatten auf die eigene Vergangenheit, und Eternal Darkness mit den Sanity-Effekten fühlt sich an, als ob ein Teil meiner Kindheit und meiner Erinnerung hinter dem Bildschirm stehen geblieben wäre.
Vielleicht sind Erinnerungen an Spiele nie klar abgeschlossen, sondern wie Kaskaden aus Details, die sich mit jeder neueren Erinnerung verschieben; Enden werden dann zu offenen Deutungen statt festen Punkten.
Du sagst, du weißt nicht mehr, ob du durchgespielt oder nur angefangen hast; vielleicht ist das eine normale Beigabe der Kindheitserinnerung, die sich weigert, linear zu erzählen.
Klingt fast so, als bräuchte es eine skeptische Stimme: Vielleicht ist das nur Nostalgie, die Dinge vergrößert, um sie spannender zu machen, und das Ende ist weniger wichtig, als wir denken.
Was wäre, wenn das eigentliche Thema gar nicht das Ende ist, sondern wie sich ein Spiel anfühlt, wenn man es als Kind erlebt und später versucht, es in Worte zu fassen?
Die Idee, Erinnerung als Prozess zu betrachten, nicht als Archiv, könnte helfen: Erinnere dich, aber erzeuge dabei neue Bedeutungen – vielleicht ist genau das der Kern dessen, was du suchst, wenn du deine Sammlung wiederbelebst.