Ich stecke gerade in einer Zwickmühle mit meinem eigenen Logo. Jahrelang habe ich es als reine Bildmarke verwendet, aber jetzt, wo ich mein Angebot erweitere, frage ich mich, ob es ohne begleitenden Schriftzug überhaupt noch funktioniert. Es fühlt sich an, als würde etwas fehlen, um die ganze Geschichte zu erzählen. Vielleicht ist es einfach zu abstrakt geworden.
Es gibt keine einfache Antwort. Als Bildmarke war dein Logo lange stark doch das neue Angebot braucht mehr Kontext. Funktioniert es ohne Schriftzug oder fehlt etwas die Geschichte hängt stark davon ab wo es auftaucht. In manchen Anwendungen trägt schon die Form die Botschaft in sich und in anderen braucht es begleitende Typografie um klar zu machen wer spricht. Beobachte wie es wirkt auf der Website und auf Visitenkarten oder der Produktverpackung und sammle Impulse aus Feedback.
Ich spüre eine leere wenn ich das Logo allein betrachte. Es ist als ob die Figur der Marke eine Stimme fehlt und die Leserinnen knacken nicht den Code gleich beim ersten Blick. Vielleicht ist der Schriftzug der Kompass den der Kopf braucht um den Kurs zu verstehen?
Vielleicht ist der neue Weg eine andere Lesart der Markenführung. Die Bildmarke könnte durch gezielte Begleitgeschichten wachsen statt durch Text allein. Ein Test mit alternativen Farbparametern oder einer dezent gesetzten Typografie an bestimmten Touchpoints kann zeigen ob das Logo allein noch kommuniziert wer du bist. Ein Konzept das den Blick auf Form Rhythmus und Mehrdeutigkeit legt und nicht sofort eine klare Botschaft vordert.
Was wenn die eigentliche Frage nicht ist ob der Schriftzug fehlt sondern wer deine Marke wirklich erreicht und wie das Logo wahrnimmt?