Was brauche ich, um die verschränkung in der quantenmechanik zu begreifen?
#1
Ich sitze hier mit meinem Kaffee und starre auf meine Notizen vom letzten Semester Quantenmechanik. Damals dachte ich, ich hätte das Konzept der Verschränkung irgendwie verstanden, zumindest für die Prüfung. Jetzt, wo ich versuche, eine einfache Analogie für mich selbst zu skizzieren, fällt mir auf, wie sehr ich es nur mathematisch nachvollzogen habe, ohne es wirklich zu *begreifen*. Dieses Gefühl, dass der Zustand eines Teilchens instantan mit einem anderen verbunden ist, egal wie weit sie voneinander entfernt sind, lässt mich einfach nicht los. Ich frage mich, ob jemand von euch das auch so kennt – dieses seltsame Gefühl, dass die Gleichungen zwar stimmen, aber das intuitive Verständnis irgendwie in weiter Ferne bleibt.
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#2
Ja das kenne ich auch. Wenn der Kaffee steht und die Verschränkung plötzlich wie eine Spur durch Raum und Zeit zieht bleibt das Bauchgefühl zurück und die Gleichungen wirken sinnvoller als das Bild im Kopf. Vielleicht liegt es daran dass Denken hier zwei Sprachen spricht. Hast du auch das Gefühl dass du mehr durch Probieren lernst als durch klare Bilder im Kopf?
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#3
Aus der Sicht der Theorie ist die Verschränkung kein Signal kein Nachrichtenaustausch sondern eine Eigenschaft des Zustandsraums. Messungen an zwei Teilchen liefern zufällige Ergebnisse doch die Korrelationen stimmen auch über große Entfernungen hinweg und man kann das mit Bell Ungleichungen sichtbar machen
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#4
Ich dachte Verschränkung bedeutet Telepathie oder dass die Teilchen sofort denselben Zustand annehmen egal wie weit sie sind. Das klingt logisch aber es scheitert am Realismus und an der Frage wie ein Zustand physisch geteilt werden soll. Vielleicht bleibt mein Bild zu dichter Nebel
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#5
Ich bin skeptisch. Vielleicht ist das alles nur eine sehr elegante Mathematische Spielerei mit Wahrscheinlichkeiten die uns glauben lässt es gäbe Fernkommunikation ohne Signal. Trotzdem bleibt die Idee spannend auch wenn man sie nicht greifen kann
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#6
Man könnte Verschränkung auch neu rahmen als ein gemeinsames Wahrscheinlichkeitsgeflecht das zwei Systeme zu einem Ganzen macht bevor irgendeine Messung passiert. Es ist weniger eine Nachrichtensendung als eine Art Kontext der Informationen der Systeme teilt statt Ursachen zu suchen. Das öffnet Ideenfelder jenseits der klassischen Bilder
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