Ich stecke gerade fest mit meinem Portfolio, weil ich das Gefühl habe, es zeigt nur die abgeschlossenen, perfekten Arbeiten. Dabei finde ich die Skizzen und gescheiterten Ideen oft viel interessanter. Ich frage mich, ob ich mehr von diesem Prozess zeigen sollte, auch wenn es unordentlicher wirkt.
Ja, ich spüre das wirklich: deine Skizzen, Zettel mit Ideen, die scheitern, erzählen mehr von deinem Denken als jede fertige Arbeit.
Wenn du den Prozess zeigst, braucht es einen roten Faden, der erklärt, worum es ging, welche Frage du dir gestellt hast und was du daran letzten Endes noch nicht gelöst hast.
Was ist eigentlich Perfektion in einem Portfolio und wer entscheidet das?
Ich bleibe skeptisch: Zu viel Einblick in den Entstehungsprozess könnte die Leser verwirren oder ihnen das Endergebnis entwerten lassen.
Vielleicht könnte man eine Collage aus Ideenphasen bauen, die sich gegenseitig bedingen, statt einer linearen Reise; das rahmt den Prozess neu, ohne alles zu erklären.
Du willst offenbar gar keine fertigen Arbeiten mehr zeigen, sondern nur Chaos tragen, oder?